• Die neue Dimension:
    Moderne Harmonik
    für mehr Musikalität

So entsteht der Sound, der den Unterschied macht


Begleitungen lassen sich nicht allein aus gespielten Akkorden berechnen, weil Begleitmusiker mehr als nur Akkordtöne spielen. Die Begleitung hat einfach einen größeren Tonvorrat. Woher kommen nun diese zusätzlichen Töne? Und wie kann eine clevere Begleitautomatik sie dennoch berechnen? Das ist relativ einfach.

Begleitungen bewegen sich in einem musikalischen Kontext, der sich aus dem Akkord und der funktionalen Stufe des Akkordes ergibt. Dieser Kontext bestimmt die Akkordskala der Begleitung, die dadurch ihren Tonvorrat erhält.

    Tonvorrat :      Akkordskala    =    Akkordtöne    +    Spannungstöne

Der größere Tonvorrat schafft den Rahmen für 5- bis 7-stimmige Akkorde, Bassläufe, Arpeggios, Neben- und Gegenmelodien etc. Wir sprechen schließlich über eine Begleitband mit mehreren Musikern. Die Akkordskalen sind Dein Hebel, um dennoch die Begleitung mit Akkorden bzw. einer Hand zu spielen. Das funktioniert, weil Musik so funktioniert. Schau doch mal hier.

    Falls es Dich interessiert, ist hier noch ein ganz konkretes Beispiel:
    Wenn Du einen D-Moll Septakkord (Dm7) spielst, kann er in C-Dur die II. Stufe, in Bb-Dur die III. Stufe und in F-Dur die VI. Stufe bilden. Für den Dm7 Akkord kommen daher drei Akkordskalen in Betracht. Im Normalfall (Skalenklischee) sind es auf der II. Stufe die dorische, auf der III. die phrygische und auf der VI. die natürliche Moll Skala. Eine Begleitautomatik kann daher aus Deinem gespielten Begleitakkord Dm7 allein nicht die richtige Skala und damit auch nicht den größeren Tonvorrat ableiten.

Herkömmliche Begleitautomaten verarbeiten die Stufe der gespielten Akkorde nicht. Daher fehlen die passenden Skalen. nimbu dagegen übersetzt Deine 3- oder 4-stimmigen Akkorde in Akkordskalen mit 7 Tönen. Die Zuordnung der Skalen zu den Akkorden wird entweder von nimbu automatisch aus einem MIDI File berechnet oder beim Entwickeln eigener Begleitungen von Dir bestimmt. Mit diesen Skalen wird aus jedem MIDI File eine transponierbare Begleitung gewonnen. Originalgetreue Begleitungen in höchster Qualität sind im Handumdrehen erstellt.

Musikalität auf einen Blick:

  • Deine Begleitungen kommen sehr nah an das Original heran.
    Weil sie in ihrer Struktur unserer westlichen Musik entsprechen.

  • Du spielst wie eine richtige Band mit dem musikalisch verfügbaren Tonvorrat.
    Weil sich Dein Tonvorrat aus Akkordskalen ergibt. Du siehst die Skalen sogar beim Spielen.

  • Die Begleitungen sind einfach und verständlich aufgebaut und können von Dir bearbeitet werden.
    Weil selbst 7-stimmige Akkorde, Bassläufe, Arpeggios, Neben- und Gegenmelodien etc. immer nur aus denselben 7 Skalenstufen bestehen.

  • Dennoch spielst Du mit Begleitautomatik. Alle Akkorde, die Du willst.
    Weil Du spontan Deine Begleitung auf Akkordtöne reduzieren kannst. Oder Du spielst sogar mit Standardskalen, die Du auf Deine Musik ausrichtest.

So bleibt Deine Musik selbst in Bereichen wie Folk, Rock und Pop so faszinierend und spannungsreich wie das Original. Wechsel der Taktart werden natürlich übernommen. Trotz gewonnener Professionalität spielst Du wie mit einer Begleitautomatik. Die folgenden Details müssen Dich gar nicht interessieren. Wir beschreiben hier nur die Funktion etwas eingehender.


Die Begleitungen in nimbu sind keine Blackbox, sondern musikalisch offen und transparent. Im folgenden wird grob skizziert, wie nimbu aus den Noten eines MIDI Files eine Begleitung generiert, die dann gespielt wird. Keine Sorge, wenn Du Dich nur begleiten willst und Dir das zu abstrakt ist, kannst Du diesen Abschnitt auslassen. Da nimbu den musikalischen Kontext und die Akkordskalen aus MIDI Files automatisch bestimmt, musst Du Dich darum nicht kümmern.

Nehmen wir einmal an, ein Begleitinstrument in einem MIDI File spielt zu einem Zeitpunkt hintereinander die links in der folgenden Abbildung dargestellten 9 Noten. Die arabischen Ziffern der Akkordstufen und Skalenstufen bezeichnen hier die Stellung einzelner Töne innerhalb eines Akkordes bzw. einer Skala (nicht mit den römischen Ziffern oben für die Stufen kompletter Akkorde im musikalischen Kontext verwechseln).

Nehmen wir weiter an, dass nimbu für diesen Zeitpunkt die Harmonie Cmaj7 aus dem MIDI File errechnet hat. Nach der Akkord-Skalen-Theorie kann jedem 4-stimmigen Akkord wie z.B. Cmaj7 eine Skala zugeordnet werden. Dein gespielter Akkord mit seinen maximal 4 Tönen definiert die Harmonie. Die Spannungstöne bzw. Tensions oder Optionstöne ergeben sich aus dem musikalischen Kontext des Akkordes. Das ist die strukturelle Vorgabe. Zusammen ergibt sich eine Akkordskala mit minimal 7 Tönen. Mit diesen Tönen kann Deine Begleitband auch melodische Linien, komplexere Akkorde und Arpeggios etc. authentisch spielen.

Welche Skala in Frage kommt, hängt wie gesagt neben dem Akkord von seinem musikalischen Kontext ab. nimbu berechnet mit einem Knopfdruck automatisch sowohl die Akkorde als auch die diesen Akkorden zugeordneten Skalen.

Struktur von nimbu
Zusammenhang zwischen MIDI Noten, Harmonie, Skalen, nimbu Events sowie Akkordtönen und Spannungstönen (Tensions, Optionstöne)

Nehmen wir in unserem Beispiel ferner an, dass nimbu dem aus dem MIDI File errechneten Akkord Cmaj7 aufgrund des musikalischen Kontextes die ionische (und nicht die lydische) Skala zugeordnet hat. Mit Hilfe dieser Skala werden nun die Noten des Begleitinstrumentes in Skalenstufen umgewandelt. Die Akkordstufe 1 bildet den Grundton des Akkordes und nimmt lediglich die Skalenstufe 1 auf. Anschlagsdynamik und -zeitpunkt der Noten und der nimbu Events sowie ihre Noten- und Eventlängen sind völlig identisch; d.h. der Rhythmus der MIDI Noten und der nimbu Events ist exakt derselbe. Deshalb muss nimbu auch die Taktartwechsel (sog. Time Signatures) aus dem MIDI File übernehmen. Es wird schlicht die Harmonie aus den Noten des Begleitinstrumentes herausgerechnet, so dass nur noch die Begleitung in Form der nimbu Events mit ihren Skalenstufen übrig bleibt.

Wenn Du jetzt wie rechts dargestellt diese Begleitung mit C maj7 spielst, ordnet nimbu diesem Akkord die ionische Skala zu. Die Skalenstufen der nimbu Events werden über diese Skala wieder in Noten umgewandelt. Die Noten entsprechen exakt dem MIDI File.

Spielst Du aber statt dem C maj7 D moll, ruft nimbu statt der ionischen die natürliche Moll Skala auf, und ordnet mit dieser Skala - jetzt mit D als Grundton - den einzelnen Skalenstufen der nimbu Events die Töne zu. Deine Begleitung erhält einen gänzlich neuen Klang. Wenn bei Dir der musikalische Kontext eine andere Skala als die natürliche Moll Standardskala erfordert, musst Du eine der von nimbu für den Akkord Dmoll vorgegebenen Skalen auswählen oder, sofern das Notenmaterial zur Verfügung steht, die Skala von nimbu errechnen lassen.

Die vorletzte Note ist lediglich wieder der Grundton der Skala, der nur eine Oktave höher und damit in der Okavlage 2 liegt. Die letzte Note gehört aber überhaupt nicht zur ionischen Skala. Diese Note ist skalenfremd. Sie entsteht durch Erhöhung der Skalenstufe 3 um einen Halbtonschritt, was nimbu ebenfalls verarbeitet und mit roten Events kennzeichnet. (Die sog. Blues Skalen sind z.B. in nimbu pentatonische Ausprägungen der Skalen mit skalenfremden Blue Notes.)

Da nimbu Akkordskalen spielt, ordnet nimbu beim Spielen den gespielten Akkorden Standardskalen zu. Das sind Skalen, die in der Musik bei den jeweiligen Akkordarten oft verwendet werden. Wenn diese Skalen nicht passen, gibt man für die entsprechenden Akkorde (Grundton + Akkordart) die richtigen Skalen vor. Genau das macht nimbu beim MIDI Import automatisch.

Oder Du spielst absolut frei, in dem Du ganz einfach auf eine akkordbezogene Begleitung umschaltest, was beim Spielen jederzeit möglich ist. nimbu reduziert dann die Skalenstufen der Begleitung auf die Skalenstufen der Akkorde. Die Skalenstufe 1 wird zur Akkordstufe 1, die Skalenstufen 2 und 3 werden zur Akkordstufe 2, die Skalenstufen 4 und 5 zur Akkordstufe 3 usw. (siehe Darstellung). Aus den grünen Skalenstufen der Spannungstöne werden blaue Skalenstufen der Akkorde, was in kurzen Passagen gar nicht schlecht klingen muss. Insbesondere wenn diese Passagen eher rhythmisch statt melodisch sind oder der Anteil an Spannungstönen gering ist. Liegen keine Spannungstöne vor, ist so gut wie kein Unterschied zu hören. Man sollte das akkordbezogene Spielen sparsam einsetzen, beispielsweise für spontane Übergänge, um immer möglichst den vollen Tonvorrat zu nutzen.

nimbu verwendet dieses Konzept und berechnet mit einem ausgefeilten Algorithmus den Harmonieverlauf mit Skalenzuordnung sowie die Begleitung in Skalenstufen, ohne dass dabei auch nur eine einzige Note verlorengeht. Dieses Konzept ist auf alle gängigen Hits der westlichen Musik anwendbar.